Der bisher schwierigste Zettel beschäftigte mich mehr als eine ganze Woche... Was macht man damit? Videos von der Rallye Dakar schauen? Zu öde...
Sandburgen bauen.. zu kalt.
Meine ausführlichen Recherchen führten mich zu einem Landstrich in Brandenburg - der Lieberoser Wüste. 20 km von Cottbus entfernt ist tatsächlich die größte Wüste Deutschlands zu finden. Ist das nicht verrückt? Kommt auf jeden Fall auf meine Sommerliste. Im Winter gibt es andere Herangehensweisen an so ein Problem. Nachdem Basteln - zu ungeschickt und die freie Interpretation von Wüste zu Desert zu Dessert irgendwie auch zu weit hergeholt war und auch das Leute-in-die-Wüste schicken nicht spaßig genug klang (ich zu faul, das zu anstregend) und ich das Mario Kart Angebot blöderweise gleich am Anfang ausgeschlossen haben (Fehler!) blieb nur noch eine Lösung, und die fand ich auf meiner Couch.
Zu Hause ist es eben manchmal doch am schönsten - vor allem an Wochenenden, die an Wochen anschließen, die man nur hinter sich bringt, weil zu Hause eine Couch und viel Käse wartet.
Also hab ich einfach beschlossen, mal zu schauen was mein netflix Account zur Lösung beitragen kann. Und siehe da - ein Treffer beim Suchwort WÜSTE! Dune-der Wüstenplanet. Eine 80er Jahre Verfilmung. Ein Film aus einer Zeit, in der die Trickeffekte noch ganz analog waren und alles irgendwie noch ein wenig anders aussah, wenn man Weltraum und/oder andere Planeten zeigen wollte. Verrückter Film, skurille Effekte, durchgeknallte Personen und ein großes SCHADE, dass ich das Buch vorher nicht gelesen habe. Zwischendurch war es immer etwas befremdlich, wenn es um große Würmer ging, die gerufen wurden :))))))) oder, dass sehr oft die Gedanken der gerade gezeigten Person als Off Stimme über der Szene lagen. Aber alles in allem hat sich der Ausflug in die Wüste wirklich mehr als gelohnt: Story etwas kompliziert, man versteht nur die Hälfte, die andere macht keinen Sinn... viele Leute, die man von irgendwoher kennt und zum Schluss regnet es...also genau wie im echten Leben. Einfach mal Ruhe geben und einsehen, dass man nicht alles verstehen braucht, nicht alles einen Sinn machen muss, aber es trotzdem immer weitergeht - zur Not halt dem Weltuntergang .-) aber bekanntlich ist ja der Weg das Ziel. Ein Satz ist mir besonders im Kopf geblieben (der Typ, der dann später bei Sex and the City den Arzt Ehemann von Charlotte und bei Desperate Housewifes den Arzt Ehemann von Bree gespielt hat - nein, hier war er kein Arzt sondern der Prinz/Übermensch/ Wurmbezwinger, hat den immer gesagt) "Ich darf keine Angst haben, die Angst tötet den Geist".
Also. Hat sich gelohnt und ein kleines mini bisschen weiser bin ich jetzt auch!
Montag, 14. März 2016
Sonntag, 6. März 2016
15 - Würfelzucker
Einmal kurz zucken und nach dem nächsten Zettel greifen. Es kommt mir vor, als wären es schon so so so viele gewesen, obwohl das gar nicht stimmt. Und als ich diesmal in mein Glas greife, in dem in dessen vorherigen Leben grüne Bohnen im Kaufland verkauft wurden, schien es kurz als wären alle Wörter auf der ganzen weiten Welt aufgebraucht. Irrtum. Die nächste Station meines Abenteuers verlangt nach Würfelzucker. Mittlerweile mag ich das nachdenken und knobeln. Es fühlt sich beinahe so an, als wenn all meine Wörter mich an einen ganz bestimmten Ort lotsen könnten.
Bei Würfelzucker muss ich ganz arg an meine Oma denken. Ich weiss noch genau wie fasziniert ich als Kind von ihrem Würfelzucker war. Der war nicht quadratisch, dürfte also gar nicht so heißen, sondern PIK-HERZ und KARO geformt und leicht farbig. Ich hab mir manchmal wenn die "Erwachsenen" zu sehr ihren Kaffee gerührt haben, eins in den Mund gesteckt. Schmeckte irgendwie nach noch mehr als Zucker. Naja, da ich also schon ausreichend und tiefgehende Erfahrungen im Zucker essen habe und auch keinen in meinem Kaffee mag, brauchte ich dringend einen Geistesblitz - und siehe da..der schlägt sogar mehr als einmal an der gleichen Stelle ein.
Absinth wird mit Würfelzucker getrunken! Und DANKE, dass in Berlin an mehreren Ecken welche zu finden sind- so konnte ich ganz locker nach dem Teamabend am Freitag noch einen kleinen Umweg machen. Ob das nun sinnvoll ist nach einer anständigen Portion Wein noch eine kleine Portion Absinth aufzuschütten? Absinth auf Wein - geht noch rein! Die Frage fällt dann wohl in die Kategorie mit Fragen, die man sich erst hinterher stellt. Nach zwei mal vom Heimweg abbiegen erreichte ich mein Ziel und sammelte meinen ganzen Mut zusammen, um an einem Freitag Abend gegen 23 Uhr allein durch eine Tür in eine volle Bar zu gehen.
Mein Zettelgott war gnädig und an der Bar war glücklicherweise am Rand ein Plätzchen für mich frei und Plätze daneben nur durch desinteressierte Engländer belegt, die definitiv nicht so aussahen, als wenn die mich bemerkten. Im Gegensatz zum Barkeeper, mit dem durch die Mindestkommunikations aus: Zettel, Würfelzucker, brennt und "ich hab zehn Euro" die Bedingungen für das Erreichen meines nächsten Checkpunktes auf meiner Expedition geklärt wurden. Zehn Euro gegen ein halbvolles Glas Getränk plus dem sehnsüchtig und tapfer fü mich brennenden Würfelzucker plus einen kleinen Becher Wasser, den man da wohl irgendwie reinkippt ohne zu löschen :-) Keine Ahnung :-) Eine Runde umrühren und dann in kleinen, betrunken machenden Schlucken trinken.
Was ich auf jeden Fall mitnehme: Alleine in einer Bar ist man wirklich alleine. Die romantische Vorstellung ganz mit sich dort zu sitzen und gemütlich was zu süffeln, ist verpufft. Es war nicht schlimm und ich hab mich auch nicht wie ein Fremdkörper gefühlt, aber es hat mich einfach weniger fasziniert als ich dachte. Und was ich auf jeden Fall nicht mitgenommen habe: meinen Pullover... den hab ich nämlich ausgezogen, weil mir endlich mal warm war. Der liegt jetzt immer noch im Absinth Rausch Nähe Eberswalder Straße. Absinth macht halt doch verrückt - ich vergesse sonst nie was... :-)
Bei Würfelzucker muss ich ganz arg an meine Oma denken. Ich weiss noch genau wie fasziniert ich als Kind von ihrem Würfelzucker war. Der war nicht quadratisch, dürfte also gar nicht so heißen, sondern PIK-HERZ und KARO geformt und leicht farbig. Ich hab mir manchmal wenn die "Erwachsenen" zu sehr ihren Kaffee gerührt haben, eins in den Mund gesteckt. Schmeckte irgendwie nach noch mehr als Zucker. Naja, da ich also schon ausreichend und tiefgehende Erfahrungen im Zucker essen habe und auch keinen in meinem Kaffee mag, brauchte ich dringend einen Geistesblitz - und siehe da..der schlägt sogar mehr als einmal an der gleichen Stelle ein.
Absinth wird mit Würfelzucker getrunken! Und DANKE, dass in Berlin an mehreren Ecken welche zu finden sind- so konnte ich ganz locker nach dem Teamabend am Freitag noch einen kleinen Umweg machen. Ob das nun sinnvoll ist nach einer anständigen Portion Wein noch eine kleine Portion Absinth aufzuschütten? Absinth auf Wein - geht noch rein! Die Frage fällt dann wohl in die Kategorie mit Fragen, die man sich erst hinterher stellt. Nach zwei mal vom Heimweg abbiegen erreichte ich mein Ziel und sammelte meinen ganzen Mut zusammen, um an einem Freitag Abend gegen 23 Uhr allein durch eine Tür in eine volle Bar zu gehen.
Mein Zettelgott war gnädig und an der Bar war glücklicherweise am Rand ein Plätzchen für mich frei und Plätze daneben nur durch desinteressierte Engländer belegt, die definitiv nicht so aussahen, als wenn die mich bemerkten. Im Gegensatz zum Barkeeper, mit dem durch die Mindestkommunikations aus: Zettel, Würfelzucker, brennt und "ich hab zehn Euro" die Bedingungen für das Erreichen meines nächsten Checkpunktes auf meiner Expedition geklärt wurden. Zehn Euro gegen ein halbvolles Glas Getränk plus dem sehnsüchtig und tapfer fü mich brennenden Würfelzucker plus einen kleinen Becher Wasser, den man da wohl irgendwie reinkippt ohne zu löschen :-) Keine Ahnung :-) Eine Runde umrühren und dann in kleinen, betrunken machenden Schlucken trinken.
Was ich auf jeden Fall mitnehme: Alleine in einer Bar ist man wirklich alleine. Die romantische Vorstellung ganz mit sich dort zu sitzen und gemütlich was zu süffeln, ist verpufft. Es war nicht schlimm und ich hab mich auch nicht wie ein Fremdkörper gefühlt, aber es hat mich einfach weniger fasziniert als ich dachte. Und was ich auf jeden Fall nicht mitgenommen habe: meinen Pullover... den hab ich nämlich ausgezogen, weil mir endlich mal warm war. Der liegt jetzt immer noch im Absinth Rausch Nähe Eberswalder Straße. Absinth macht halt doch verrückt - ich vergesse sonst nie was... :-)
Mittwoch, 2. März 2016
16- Käsekasten
Ich hätte lieber Käsekuchen gehabt. Dann hätte ich einen großen experimentellen Kuchen gebacken mit Parmesan und viel viel Liebe. Ob der geschmeckt hätte ? Bestimmt nicht. Manchmal ist Hingabe und Liebe nicht alles, manchmal kommt es auf Talent an. Mein Talent ist es wahrscheinlich auch nicht Kaesekaestchen zu spielen. Aber ich kann meinen liebsten Sascha S. dazu bringen einen Teil der Mittagspause damit zu verbringen, eine Runde Käsekästchen-spielen als Meeting zu tarnen und am Ende, ohne auszuzählen, festzulegen, dass ich gewonnen habe!
Yeah! Läuft bei mir ;)
Freitag, 26. Februar 2016
17- Mehr Korn, mehr Korn
Heute in aller Kürze und warscheinlich auch ohne Kürze, aber so ist das halt mit vermeintlich zu einfachen Aufgaben .-)
Auf meinem nächsten Zettel stand einfach und simpel Mehrkornbrot. Eigentlich einfach - auf zum Bäcker, ein Mehrkornbrot kaufen - fertig. Jajajajjajaja. Aber warum einfach wenn es auch kompliziert gehen kann ;-) Und so passierte erstmal 5 Tage NICHTS. So ist das nämlich mit dem Zerdenken oder dem Hoffen, dass Probleme verschwinden wie Monster unter Betten, wenn man sie einfach ignoriert. Die Verschwinden nicht, die werden größer als sie sind. Einfache Problemstellungen, werden so lange hin und hergedreht und von mehr Seiten betrachtet als vorhanden sind und das Ergebnis ist, dass pragmatische Lösungen zu klein sind und man versucht eine Vision oder Idee zu finden und zu jagen, die es warscheinlich gibt. Blödes Mehrkornbrot.
Deshalb: einfach mehr Korn trinken oder ein Brot backen. Einfach machen. Auch wenn einem übel ist und man denkt "Das müsste doch besser gehen" oder "Geht da nicht noch mehr?" oder "Das reicht mir nicht".
Vor lauter rumgedenke hab ich das dann zumindest gemacht und der Geruch nach frischen Brot vertreibt manchmal viele bösen Geister bzw. die Gewissheit etwas selber herstellen zu können, dass man sonst kauft, hat auch was für sich.
Wenn alle Bäcker morgen schließen, kann ich mich versorgen :-)
Also bis zum nächsten Zettel.. auf dem steht KÄSEKASTEN. Das ist doch mal ein Wort, für das sich das ganze Nachdenken lohnt.. vor allem auf der Fahrt nach Leinefelde. Das ist zwar eher für Baumwolle und Senf bekannt (zumindest sagt mir das meine Errinerung an den Heimat- und Sachkundeunterricht aus der dritten Klasse - Donnerstags nach dem Schwimmen).
Auf meinem nächsten Zettel stand einfach und simpel Mehrkornbrot. Eigentlich einfach - auf zum Bäcker, ein Mehrkornbrot kaufen - fertig. Jajajajjajaja. Aber warum einfach wenn es auch kompliziert gehen kann ;-) Und so passierte erstmal 5 Tage NICHTS. So ist das nämlich mit dem Zerdenken oder dem Hoffen, dass Probleme verschwinden wie Monster unter Betten, wenn man sie einfach ignoriert. Die Verschwinden nicht, die werden größer als sie sind. Einfache Problemstellungen, werden so lange hin und hergedreht und von mehr Seiten betrachtet als vorhanden sind und das Ergebnis ist, dass pragmatische Lösungen zu klein sind und man versucht eine Vision oder Idee zu finden und zu jagen, die es warscheinlich gibt. Blödes Mehrkornbrot.
Deshalb: einfach mehr Korn trinken oder ein Brot backen. Einfach machen. Auch wenn einem übel ist und man denkt "Das müsste doch besser gehen" oder "Geht da nicht noch mehr?" oder "Das reicht mir nicht".
Vor lauter rumgedenke hab ich das dann zumindest gemacht und der Geruch nach frischen Brot vertreibt manchmal viele bösen Geister bzw. die Gewissheit etwas selber herstellen zu können, dass man sonst kauft, hat auch was für sich.
Wenn alle Bäcker morgen schließen, kann ich mich versorgen :-)
Also bis zum nächsten Zettel.. auf dem steht KÄSEKASTEN. Das ist doch mal ein Wort, für das sich das ganze Nachdenken lohnt.. vor allem auf der Fahrt nach Leinefelde. Das ist zwar eher für Baumwolle und Senf bekannt (zumindest sagt mir das meine Errinerung an den Heimat- und Sachkundeunterricht aus der dritten Klasse - Donnerstags nach dem Schwimmen).
Sonntag, 21. Februar 2016
18- Wirbelwind
Mein nächstes Wort: Wirbelwind! Wieder einmal eine kleine Kopfnuss! Wann kommt endlich der Zettel auf dem McDonalds steht oder ein großes Bier im Playoff oder Schuhe kaufen? Naja. Niemand hat gesagt das Leben ist einfach und das Gleiche gilt wohl auch für diese, meine Expedition.
Als ich heute morgen aus der Tür bin und mir eine frische, windige Brise um die Mütze wehte war klar: Machbar. Einmal recht freundlich den Kopf in den Wind halten und fertig ist die Geschichte. Dabei vielleicht ein paar philosophische Gedanken über das Leben, vielleicht auf einer Brücke, um so richtig richtig viel oder zumindest genug Wind abzubekommen. Läuft bei mir!
Naja! Wollte ich mir das wirklich so einfach machen? Vielleicht doch nochmal googlen. Danach bereute ich es fast ein wenig: Wenn man Wirbelwind googlelt (ist das so richtig? ich denke mal alle wissen was gemeint ist), also wenn man Wirbelwind auf Google eingibt, dann kriegt man ca. unglaublich viele Kindergärten. Nichts wirklich anderes. Wie kann das sein, dass so ein tolles Wort von den kleinen Wänstern besetzt ist? Zumindest wollte ich die Wirbelwind= viele kleine, bestimmt nervige Kinder-auf-einem-Haufen-Google-Erkenntnis in den Tag mit einfließen lassen. Neeeeiin, ich habe nicht an Kindergärtenzäunen rumgelungert. Neiiinnn, ich hab auch keine Bonbons verteilt oder übrig gebliebenen Kindern zugewinkt. Ich war in der Schwimmhalle. Wo gibts sonst kleine, quakende, jedoch kontrollierte Kinderhorden.
Theoretisch voll die gute Idee, praktisch ein böser Trigger für die eigenen Abgründe. Ich möchte dazu sagen, dass ich öfter mal schwimmen gehe. Und ich die Kinder, die sonst da rumschwimmen, einfach ausblende. So wie zu Hause den Biomüll, obwohl er müffelt oder die Tatsache, dass die Butter nun wirklich alle ist und die Packung aus dem Kühlschrank könnte.
Heute war da nichts mit ausblenden, heute gehörte das zum Auftrag. Was ich jedoch nicht hab kommen sehen: Kindern beim Schwimmunterricht zu beobachten, ist das direkte Tor zur Hölle. Wie konnte ich vergessen wie schlimm das war? So eine fiese Mischung aus Versagen und Todesangst! Nicht nur, dass es alle mitbekommen, wenn man das mit dem Reinhüpfen, wieder auftauchen, über Wasser bleiben und vorwärts bewegen verkackt - neeeee, zusätzlich schwebt auch noch immer die latente Angst im Becken einfach mal abzusaufen. Adieu Weihnachtsgeschenke, Bye Bye Geburtstage... Ich konnte mich auf jeden Fall gut in die Situation versetzen in der sich die ca. 7-jährige Emily auf Bahn 1 befand.
Wenn dein Kopf mehr so genau in der Mitte zwischen über Wasser und unter Wasser ist und dein erbarmungsloser Schwimmlehrer, vergessen hat wie das mal war, dann ist das einfach Kacke! Und immer wieder und wieder dieser Satz. Zehen nach außen! Zehen nach außen! Ich hab das damals schon nicht verstanden. Die Zehen sind doch an den Füßen dran und haben eine Bewegungsradius von .. keine Ahnung.. wie sollen die denn überhaupt nach innen oder nach außen? Beine ok... aber die Zehen? Wer bitte kann seine Zehen um 180 Grad drehen? Bin ich ein Mutant weil ich das nicht kann? Ist Emily eine verschollene Verwandte, die aufgrund der gleichen Mutation vor der gleichen Ausweglosigkeit stehen muss? Jedes Mal wenn ich an Klein Emily und dem unnachgiebigen Schwimmtrainer vorbei schwamm, war ich total wirr mit meinen Zehen. Das ging dann soweit, dass ich ab Bahn Nr. 11 Krämpfe in den Zehen hatte - nicht wie üblich in den Waden. Oh man.. höchste Zeit zu merken, dass ich 31 bin, freiwillig an diesem Ort und meine Zehen, Beine, Arme mir gehören und nicht mehr gezwungen werden können, sich für eine Richtung zu entscheiden. Ich hab mich dann 40 Minuten einfach noch auf das Wasser und schwimmen konzentriert und irgendwann passierte dann was immer am Schönsten ist: Alle Gedanken, die permanent zwischen Now is good | All is lost umherkreisen hielten an und ich war einfach nur noch im Jetzt. Beim Umziehen und Rausgehen immer noch. Und als ich dann durchs dunkle Marzahn Richtung Biesdorf lief - immer noch. Egal was war, egal was wird, egal was mit meinen Zehen immer sein wird... diese zehn Minuten nur im Jetzt bis nach Hause sind meine! Und auch wenn ich das Jetzt per Definition nirgendwo mit hinnehmen kann, die Vorstellung, dass diese Zufriedenheit immer noch herumwirbelt, weil der Wind ein paar Augenblicke davon mitgenommen hat und in Jemandes Jetzt trägt,beruhigt mich. Wer hätte gedacht, dass durchs dunkle, nieselige Marzahn zu spatzieren so viel Ruhe verursachen kann. Ich hab dann noch kurz an meine liebste Oma Inge gedacht, die oft gesagt hat: "Iss das du was wirst, wenn nicht hast du wenigstens was gegessen" und "Was ma ham, hammer! Was wir kriegen wissen ma nicht." und bin müde, zerzaust und glücklich auf meinen Füßen mit den verrückten Zehen nach Hause gewatschelt.
Als ich heute morgen aus der Tür bin und mir eine frische, windige Brise um die Mütze wehte war klar: Machbar. Einmal recht freundlich den Kopf in den Wind halten und fertig ist die Geschichte. Dabei vielleicht ein paar philosophische Gedanken über das Leben, vielleicht auf einer Brücke, um so richtig richtig viel oder zumindest genug Wind abzubekommen. Läuft bei mir!
Naja! Wollte ich mir das wirklich so einfach machen? Vielleicht doch nochmal googlen. Danach bereute ich es fast ein wenig: Wenn man Wirbelwind googlelt (ist das so richtig? ich denke mal alle wissen was gemeint ist), also wenn man Wirbelwind auf Google eingibt, dann kriegt man ca. unglaublich viele Kindergärten. Nichts wirklich anderes. Wie kann das sein, dass so ein tolles Wort von den kleinen Wänstern besetzt ist? Zumindest wollte ich die Wirbelwind= viele kleine, bestimmt nervige Kinder-auf-einem-Haufen-Google-Erkenntnis in den Tag mit einfließen lassen. Neeeeiin, ich habe nicht an Kindergärtenzäunen rumgelungert. Neiiinnn, ich hab auch keine Bonbons verteilt oder übrig gebliebenen Kindern zugewinkt. Ich war in der Schwimmhalle. Wo gibts sonst kleine, quakende, jedoch kontrollierte Kinderhorden.
Theoretisch voll die gute Idee, praktisch ein böser Trigger für die eigenen Abgründe. Ich möchte dazu sagen, dass ich öfter mal schwimmen gehe. Und ich die Kinder, die sonst da rumschwimmen, einfach ausblende. So wie zu Hause den Biomüll, obwohl er müffelt oder die Tatsache, dass die Butter nun wirklich alle ist und die Packung aus dem Kühlschrank könnte.
Heute war da nichts mit ausblenden, heute gehörte das zum Auftrag. Was ich jedoch nicht hab kommen sehen: Kindern beim Schwimmunterricht zu beobachten, ist das direkte Tor zur Hölle. Wie konnte ich vergessen wie schlimm das war? So eine fiese Mischung aus Versagen und Todesangst! Nicht nur, dass es alle mitbekommen, wenn man das mit dem Reinhüpfen, wieder auftauchen, über Wasser bleiben und vorwärts bewegen verkackt - neeeee, zusätzlich schwebt auch noch immer die latente Angst im Becken einfach mal abzusaufen. Adieu Weihnachtsgeschenke, Bye Bye Geburtstage... Ich konnte mich auf jeden Fall gut in die Situation versetzen in der sich die ca. 7-jährige Emily auf Bahn 1 befand.
Wenn dein Kopf mehr so genau in der Mitte zwischen über Wasser und unter Wasser ist und dein erbarmungsloser Schwimmlehrer, vergessen hat wie das mal war, dann ist das einfach Kacke! Und immer wieder und wieder dieser Satz. Zehen nach außen! Zehen nach außen! Ich hab das damals schon nicht verstanden. Die Zehen sind doch an den Füßen dran und haben eine Bewegungsradius von .. keine Ahnung.. wie sollen die denn überhaupt nach innen oder nach außen? Beine ok... aber die Zehen? Wer bitte kann seine Zehen um 180 Grad drehen? Bin ich ein Mutant weil ich das nicht kann? Ist Emily eine verschollene Verwandte, die aufgrund der gleichen Mutation vor der gleichen Ausweglosigkeit stehen muss? Jedes Mal wenn ich an Klein Emily und dem unnachgiebigen Schwimmtrainer vorbei schwamm, war ich total wirr mit meinen Zehen. Das ging dann soweit, dass ich ab Bahn Nr. 11 Krämpfe in den Zehen hatte - nicht wie üblich in den Waden. Oh man.. höchste Zeit zu merken, dass ich 31 bin, freiwillig an diesem Ort und meine Zehen, Beine, Arme mir gehören und nicht mehr gezwungen werden können, sich für eine Richtung zu entscheiden. Ich hab mich dann 40 Minuten einfach noch auf das Wasser und schwimmen konzentriert und irgendwann passierte dann was immer am Schönsten ist: Alle Gedanken, die permanent zwischen Now is good | All is lost umherkreisen hielten an und ich war einfach nur noch im Jetzt. Beim Umziehen und Rausgehen immer noch. Und als ich dann durchs dunkle Marzahn Richtung Biesdorf lief - immer noch. Egal was war, egal was wird, egal was mit meinen Zehen immer sein wird... diese zehn Minuten nur im Jetzt bis nach Hause sind meine! Und auch wenn ich das Jetzt per Definition nirgendwo mit hinnehmen kann, die Vorstellung, dass diese Zufriedenheit immer noch herumwirbelt, weil der Wind ein paar Augenblicke davon mitgenommen hat und in Jemandes Jetzt trägt,beruhigt mich. Wer hätte gedacht, dass durchs dunkle, nieselige Marzahn zu spatzieren so viel Ruhe verursachen kann. Ich hab dann noch kurz an meine liebste Oma Inge gedacht, die oft gesagt hat: "Iss das du was wirst, wenn nicht hast du wenigstens was gegessen" und "Was ma ham, hammer! Was wir kriegen wissen ma nicht." und bin müde, zerzaust und glücklich auf meinen Füßen mit den verrückten Zehen nach Hause gewatschelt.
19 - Halbmond in Tüten
Kennt Ihr das? Man meint man hat einen großen Berg bezwungen und das Schlimmste ist geschafft, bis man merkt, dass das noch gar nicht der Gipfel war. So oder so ähnlich ging es mir am Donnerstag als ich mein nächstes Wort HALBMOND zog. Es ist wirklich verwunderlich, aber seit dem Mitternachtstanz bin ich so unglaublich müde und nicht nur das: mein Kopf ist zu schwer und zu langsam. Also keine Halbmondexpedition am Donnerstag und keine Halbmondexpedition am Freitag. Bringt ja auch nichts, wenn man den Rückweg nicht schafft.
Also: Recherche! Halbmond fand ich erstmal schwierig, weil der Halbmond am Himmel sich erst in zwei Wochen wieder die Ehre gibt und die Connection Halbmond und Türkei zwar passt, aber trotzdem zu unklar ist was da rauskommen soll. Hose runter und halb blank ziehen im Dunkeln war zu radikal und Freitag abend ins Planetarium passte nicht mit meiner extremen Müdigkeit zusammen, ein Restaurant Halbmond gibts nicht in Berlin.
Also erstmal Wikipedia: und siehe da...wer hätte das gedacht! Der Halbmond ist DAS Zeichen der Mondgöttin Diana. Wer nach Zeichen sucht, wird sie also finden. Nahm zwar den Druck von mir, weil mit ein bisschen wischiwaschi könnte ich nun alles, das mit mir zu tun hat, mit dem Halbmond und so dem Erledigen dieser Aufgabe verbinden..aber nur weil es Sinn macht, muss es sich nicht richtig anfühlen. Also Recherche Plan B. Wenn man mit den eigenen Mitteln nicht weiterkommt, einfach mal über den Tellerrand schauen: Meine Lieblingsösterreicherin hatte dann auch die richtige Spur :-) Crossaints sind Halbmonde und werden in Österreich anscheinend sogar so genannt. Klingt perfekt. Klingt machbar - klingt nach einem Expeditionsziel.
Und so kam es, dass der Samstagvormittag nicht mit der Wiederholung der Küchenschlacht auf ZDF vertrödelt wurde, sondern das ich wagemutig in den Bus Richtung Neukölln stieg. Auf in die Panierstraße, wo es laut dem Internetz (ich bin so froh, dass ich dich und das kleine iphone habe) die besten Halbmonde der Stadt gibt.
Im Bus war auch noch eine Frau mit Superkräften, die hat eine Orange geschält als wäre es eine Mandarine. Sie und ihr Typi kamen von irgendwo anders. So anders, dass ich die Sprache nicht mal im Ansatz zuordnen könnte, obwohl sie wie Stockholm aussahen. Vielleicht war das keine Orange, sondern eine genmanipulierte Mandarine.. es war wirklich echt beeindruckend.
Mir ist auch vorher noch nie aufgefallen wieviele Kinder in Kombination mit Croissants in Bussen rumlaufen. Entweder fand das Schicksal das gestern einfach nur eine witzige Idee ... oder naja, wer weiß was mir noch alles so nicht auffällt.
Nachdem der Bus angekommen war ging dann alles rasend schnell. Regen an, Schirm auf, 20 Meter durch den Regen huschen und dank halbkaputten Schirm auch nur halb nass werden und rein in die Croissanterie. Die Scheiben waren von außen beschlagen, so dass man ihn von außen nicht sehen konnte, erst beim Eintreten... der Croissant-Himmel.
Viele Hipster, die hier wohnen oder auch das Internet bedienen können und ... ein Geruch. Soooooo lecker. Nicht nur lecker, so richtig frisches lecker! Es gibt dort ein paar Sitzplätze, aber die waren alle voll und ich wollte eh lieber mit meinem Pokal durch Neukölln spatzieren. Die Auswahl war für mich als Nicht-Kenner echt ganz spannend. Vanille, Himbeer, Pfirsich, Schoko... und noch viel mehr.. Ich wollte heute mutig sein. Das schliesst aus, sich für mehrere zu entscheiden. Mutig sein funktioniert halt nicht, mit einem Plan B oder C. Das ist dann weitsichtig oder durchdacht, aber nicht mutig. Ich entschied mich mutig und aus tiefsten Herzen für ein Limetten-Croissant. Ich mag keine Limetten außerhalb von Cocktails und wenn dieses Gebäck wirklich was kann, dann ga es nur diese Möglichkeit das herauszufinden. Außerdem wollte ich mal was außerhalb meines regulären Entscheidungsspektrums tun.
Und dann trat ich wieder hinaus, in den neuköllner Regen, mein kaputter Schirm in der rechten und mein kleiner Limetten Halbmond in der Linken. Und ganz ehrlich, als ich dann in dieses kleine warme, fluffige und trotzdem saftige Ding reinbiss... ich schwöre da kam die Sonne raus. Das war lecker. Mein erschöpft und müde sein war für drei Bissen wie weg und ein halbmondförmiges Grinsen ging auf meinem Gesicht auf. Ein bisschen bereute ich dann meinen Drang zum mutig sein, sonst hätte noch ein Himbeer und ein Vanille Croissant in meinem Beutel, aber so läufts nun mal: Entscheide dich - Leb damit- und freu dich aufs nächste Mal.
Ich hoffe, es wird noch einen Zettel geben, auf dem Croissant steht.
Bis dahin https://www.youtube.com/watch?v=-w6rctWuMxo
Also: Recherche! Halbmond fand ich erstmal schwierig, weil der Halbmond am Himmel sich erst in zwei Wochen wieder die Ehre gibt und die Connection Halbmond und Türkei zwar passt, aber trotzdem zu unklar ist was da rauskommen soll. Hose runter und halb blank ziehen im Dunkeln war zu radikal und Freitag abend ins Planetarium passte nicht mit meiner extremen Müdigkeit zusammen, ein Restaurant Halbmond gibts nicht in Berlin.
Also erstmal Wikipedia: und siehe da...wer hätte das gedacht! Der Halbmond ist DAS Zeichen der Mondgöttin Diana. Wer nach Zeichen sucht, wird sie also finden. Nahm zwar den Druck von mir, weil mit ein bisschen wischiwaschi könnte ich nun alles, das mit mir zu tun hat, mit dem Halbmond und so dem Erledigen dieser Aufgabe verbinden..aber nur weil es Sinn macht, muss es sich nicht richtig anfühlen. Also Recherche Plan B. Wenn man mit den eigenen Mitteln nicht weiterkommt, einfach mal über den Tellerrand schauen: Meine Lieblingsösterreicherin hatte dann auch die richtige Spur :-) Crossaints sind Halbmonde und werden in Österreich anscheinend sogar so genannt. Klingt perfekt. Klingt machbar - klingt nach einem Expeditionsziel.
Und so kam es, dass der Samstagvormittag nicht mit der Wiederholung der Küchenschlacht auf ZDF vertrödelt wurde, sondern das ich wagemutig in den Bus Richtung Neukölln stieg. Auf in die Panierstraße, wo es laut dem Internetz (ich bin so froh, dass ich dich und das kleine iphone habe) die besten Halbmonde der Stadt gibt.
Im Bus war auch noch eine Frau mit Superkräften, die hat eine Orange geschält als wäre es eine Mandarine. Sie und ihr Typi kamen von irgendwo anders. So anders, dass ich die Sprache nicht mal im Ansatz zuordnen könnte, obwohl sie wie Stockholm aussahen. Vielleicht war das keine Orange, sondern eine genmanipulierte Mandarine.. es war wirklich echt beeindruckend.
Mir ist auch vorher noch nie aufgefallen wieviele Kinder in Kombination mit Croissants in Bussen rumlaufen. Entweder fand das Schicksal das gestern einfach nur eine witzige Idee ... oder naja, wer weiß was mir noch alles so nicht auffällt.
Nachdem der Bus angekommen war ging dann alles rasend schnell. Regen an, Schirm auf, 20 Meter durch den Regen huschen und dank halbkaputten Schirm auch nur halb nass werden und rein in die Croissanterie. Die Scheiben waren von außen beschlagen, so dass man ihn von außen nicht sehen konnte, erst beim Eintreten... der Croissant-Himmel.
Viele Hipster, die hier wohnen oder auch das Internet bedienen können und ... ein Geruch. Soooooo lecker. Nicht nur lecker, so richtig frisches lecker! Es gibt dort ein paar Sitzplätze, aber die waren alle voll und ich wollte eh lieber mit meinem Pokal durch Neukölln spatzieren. Die Auswahl war für mich als Nicht-Kenner echt ganz spannend. Vanille, Himbeer, Pfirsich, Schoko... und noch viel mehr.. Ich wollte heute mutig sein. Das schliesst aus, sich für mehrere zu entscheiden. Mutig sein funktioniert halt nicht, mit einem Plan B oder C. Das ist dann weitsichtig oder durchdacht, aber nicht mutig. Ich entschied mich mutig und aus tiefsten Herzen für ein Limetten-Croissant. Ich mag keine Limetten außerhalb von Cocktails und wenn dieses Gebäck wirklich was kann, dann ga es nur diese Möglichkeit das herauszufinden. Außerdem wollte ich mal was außerhalb meines regulären Entscheidungsspektrums tun.
Und dann trat ich wieder hinaus, in den neuköllner Regen, mein kaputter Schirm in der rechten und mein kleiner Limetten Halbmond in der Linken. Und ganz ehrlich, als ich dann in dieses kleine warme, fluffige und trotzdem saftige Ding reinbiss... ich schwöre da kam die Sonne raus. Das war lecker. Mein erschöpft und müde sein war für drei Bissen wie weg und ein halbmondförmiges Grinsen ging auf meinem Gesicht auf. Ein bisschen bereute ich dann meinen Drang zum mutig sein, sonst hätte noch ein Himbeer und ein Vanille Croissant in meinem Beutel, aber so läufts nun mal: Entscheide dich - Leb damit- und freu dich aufs nächste Mal.
Ich hoffe, es wird noch einen Zettel geben, auf dem Croissant steht.
Bis dahin https://www.youtube.com/watch?v=-w6rctWuMxo
Donnerstag, 18. Februar 2016
20 - Däncing in the moonlight!
Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass mich nach dem
Urzeitvogel noch etwas überraschen kann. Und naiverweise dachte ich
wirklich,dass der tollste, beste und schwierigste Zettel schon erledigt
ist. Wieder mal zu kurz gedacht. Wieder mal dem Trugschluß erlegen, nach
einem Mal zu wissen wie es läuft. Rechne mit dem Unerwarteten. :)))
MITTERNACHTSTANZ!!!!!! Lautet das Stichwort, dass mich den ganzen Tag begleiten würde.
Mein
Zettel versuchte vergeblich mein Schicksal zu sein. Wer mich kennt
weiß, dass ich SO unglaublich lange nicht aufbleibe. Vor allem nicht
unter der Woche. Falls ihr euch jetzt fragt, warum euch das noch nie
aufgefallen ist: Ich perfektioniere meine Geheimhaltungstaktik schon
ewig und habe verschiedenste Techniken entwickelt, um das zu kaschieren:
die perfekte Mischung aus früh treffen und schnell trinken, klappt vor
allem super auf dem Weihnachtsmarkt. Müdigkeit und Schlafgewohnheiten
machen halt erfinderisch.
Zurück zur Aufgabe: Die Grübeleien über eine mögliche Zielerreichung und Ideen wabbelten so durch den Tag. Ansätze gab es viele: Was kann man daraus machen? Bis Mitternacht wach bleiben? Irgendwie schien das zu einfach - und seit wann ist einfach auch richtig? Irgendwas auf youtube? Meine zehn Minuten Google-Mittagspause haben mich da auch nicht wirklich nach vorne gebracht und so ging es einfach weiter und Stück für Stück auch vorbei, so wie alles immer vorbei und weiter gehen wird: Die guten und die schlechten Momente - von ganz allein. Die Uhr tickte dem Feierabend feierlich und vielleicht auch ein wenig wissend entgegen, denn nach der Arbeit ging es heute noch in meine geliebte tempobox im Friedrichshain. Eigentlich eine gute Ausgangsbasis, um mal bis 24 Uhr wach zu bleiben, außer wenn man 21:45 Uhr seine Drinks bezahlt. Das erhöht rein statistisch gesehen nicht die Wahrscheinlichkeit bis an den Rand des Tages zu gelangen.
Doch wie die Wellen an den Strand gespült werden und alles doch immer wieder irgendwie zusammenfindet, war schon nach dem zweiten Cocktail, einem Bier und einer Pseudo Ich-will.morgen-keinen-Kater-haben Weinschorle klar: TIME IS NOW!
Meine liebste Lieblingsitalinierin (schlau schön lustig und laut - perfekt) flüsterte mir nach ihrem dritten Gin-Getränk mit verschwörerischen Augen beschwipst und mutig in mein Ohr: wir machen den Mitternachts Tanz, den Mond Mitternachtstanz. Und wir machen ihn hier draußen auf der Straße!
Zurück zur Aufgabe: Die Grübeleien über eine mögliche Zielerreichung und Ideen wabbelten so durch den Tag. Ansätze gab es viele: Was kann man daraus machen? Bis Mitternacht wach bleiben? Irgendwie schien das zu einfach - und seit wann ist einfach auch richtig? Irgendwas auf youtube? Meine zehn Minuten Google-Mittagspause haben mich da auch nicht wirklich nach vorne gebracht und so ging es einfach weiter und Stück für Stück auch vorbei, so wie alles immer vorbei und weiter gehen wird: Die guten und die schlechten Momente - von ganz allein. Die Uhr tickte dem Feierabend feierlich und vielleicht auch ein wenig wissend entgegen, denn nach der Arbeit ging es heute noch in meine geliebte tempobox im Friedrichshain. Eigentlich eine gute Ausgangsbasis, um mal bis 24 Uhr wach zu bleiben, außer wenn man 21:45 Uhr seine Drinks bezahlt. Das erhöht rein statistisch gesehen nicht die Wahrscheinlichkeit bis an den Rand des Tages zu gelangen.
Doch wie die Wellen an den Strand gespült werden und alles doch immer wieder irgendwie zusammenfindet, war schon nach dem zweiten Cocktail, einem Bier und einer Pseudo Ich-will.morgen-keinen-Kater-haben Weinschorle klar: TIME IS NOW!
Meine liebste Lieblingsitalinierin (schlau schön lustig und laut - perfekt) flüsterte mir nach ihrem dritten Gin-Getränk mit verschwörerischen Augen beschwipst und mutig in mein Ohr: wir machen den Mitternachts Tanz, den Mond Mitternachtstanz. Und wir machen ihn hier draußen auf der Straße!
Und wir tanzten! Zehn
Sekunden pures Vergnügen auf dem Gehweg. Ohne Musik. Ohne Mond. Ohne
Mitternacht. Aber mit der Gewissheit., dass wir uns haben und weder Mond
noch Mitternacht brauchen um was halbwegs Verrücktes zu tun :) Vergesst
den richtigen Moment, vergesst den Mond, vergesst Mitternacht. Warum
warten, warum soll Mitternacht um Mitternacht sein? Warum kann ich nicht
jetzt entscheiden, dass jetzt Mitternacht ist und all das was ich nicht
beeinflussen kann hinter mir lassen?
Und genauso war es dann auch: Erkenntnis des Tages: Richtiger Ort und vor allem richtige Zeit wird total überbewertet :-)
Hier ist das Tanzwerk noch auf youtube>>
Und genauso war es dann auch: Erkenntnis des Tages: Richtiger Ort und vor allem richtige Zeit wird total überbewertet :-)
Hier ist das Tanzwerk noch auf youtube>>
Und
an alle die jetzt hin und hergerissen sind, ob ich meine Aufgabe
erfüllt habe: Bleibt ihr erstmal so lange auf :-p und außerdem wird
niemand jemals erfahren, ob ich mir nicht doch noch einen Wecker stelle
und einen Tanz aus vollem Herzen für den Mond und all die Verrückten
tanze, die auch gern zur falschen Zeit am falschen Ort sind - wie oft
passiert uns das ohne, dass wir es merken. Also!
Shake it Baby !
Wer
das liest soll tanzen! Jetzt! Ganz ganz kurz aber dafür richtig. Ihr
merkt, dass ihr aufhören könnt, wenn ihr anfangt zu lachen. Los macht schon. Sieht doch höchstens die Uhr vom Mann im Mond !
Los, jetzt! Oder morgen Mitternacht? Warum warten? Irgendwo ist immer Mitternacht! Jeden Tag.
Los, jetzt! Oder morgen Mitternacht? Warum warten? Irgendwo ist immer Mitternacht! Jeden Tag.
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