Donnerstag, 18. Februar 2016

20 - Däncing in the moonlight!

Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass mich nach dem Urzeitvogel noch etwas überraschen kann. Und naiverweise dachte ich wirklich,dass der tollste, beste und schwierigste Zettel schon erledigt ist. Wieder mal zu kurz gedacht. Wieder mal dem Trugschluß erlegen, nach einem Mal zu wissen wie es läuft. Rechne mit dem Unerwarteten. :)))

MITTERNACHTSTANZ!!!!!! Lautet das Stichwort, dass mich den ganzen Tag begleiten würde.

Mein Zettel versuchte vergeblich mein Schicksal zu sein. Wer mich kennt weiß, dass ich SO unglaublich lange nicht aufbleibe. Vor allem nicht unter der Woche. Falls ihr euch jetzt fragt, warum euch das noch nie aufgefallen ist: Ich perfektioniere meine Geheimhaltungstaktik schon ewig und habe verschiedenste Techniken entwickelt, um das zu kaschieren: die perfekte Mischung aus früh treffen und schnell trinken, klappt vor allem super auf dem Weihnachtsmarkt. Müdigkeit und Schlafgewohnheiten machen halt erfinderisch.
Zurück zur Aufgabe: Die Grübeleien über eine mögliche Zielerreichung und Ideen wabbelten so durch den Tag. Ansätze gab es viele: Was kann man daraus machen? Bis Mitternacht wach bleiben? Irgendwie schien das zu einfach - und seit wann ist einfach auch richtig? Irgendwas auf youtube? Meine zehn Minuten Google-Mittagspause haben mich da auch nicht wirklich nach vorne gebracht und so ging es einfach weiter und Stück für Stück auch vorbei, so wie alles immer vorbei und weiter gehen wird:  Die guten und die schlechten Momente - von ganz allein. Die Uhr tickte dem Feierabend feierlich und vielleicht auch ein wenig wissend entgegen, denn nach der Arbeit ging es heute noch in meine geliebte tempobox im Friedrichshain. Eigentlich eine gute Ausgangsbasis, um mal bis 24 Uhr wach zu bleiben, außer wenn man 21:45 Uhr seine Drinks bezahlt. Das erhöht rein statistisch gesehen nicht die Wahrscheinlichkeit bis an den Rand des Tages zu gelangen.
Doch wie die Wellen an den Strand gespült werden und alles doch immer wieder irgendwie zusammenfindet, war schon nach dem zweiten Cocktail, einem Bier und einer Pseudo Ich-will.morgen-keinen-Kater-haben Weinschorle klar: TIME IS NOW!
Meine liebste Lieblingsitalinierin (schlau schön lustig und laut - perfekt) flüsterte mir nach ihrem  dritten Gin-Getränk mit verschwörerischen Augen beschwipst und mutig in mein Ohr: wir machen den Mitternachts Tanz, den Mond Mitternachtstanz. Und wir machen ihn hier draußen auf der Straße! 

Und wir tanzten! Zehn Sekunden pures Vergnügen auf dem Gehweg. Ohne Musik. Ohne Mond. Ohne Mitternacht. Aber mit der Gewissheit., dass wir uns haben und weder Mond noch Mitternacht brauchen um was halbwegs Verrücktes zu tun :) Vergesst den richtigen Moment, vergesst den Mond, vergesst Mitternacht. Warum warten, warum soll Mitternacht um Mitternacht sein? Warum kann ich nicht jetzt entscheiden, dass jetzt Mitternacht ist und all das was ich nicht beeinflussen kann hinter mir lassen?

Und genauso war es dann auch: Erkenntnis des Tages: Richtiger Ort und vor allem richtige Zeit wird total überbewertet :-)

Hier ist das Tanzwerk noch auf youtube>>

Und an alle die jetzt hin und hergerissen sind, ob ich meine Aufgabe erfüllt habe: Bleibt ihr erstmal so lange auf :-p und außerdem wird niemand jemals erfahren, ob ich mir nicht doch noch einen Wecker stelle und einen Tanz aus vollem Herzen für den Mond und all die Verrückten tanze, die auch gern zur falschen Zeit am falschen Ort sind - wie oft passiert uns das ohne, dass wir es merken. Also!

Shake it Baby !
Wer das liest soll tanzen! Jetzt! Ganz ganz kurz aber dafür richtig. Ihr merkt, dass ihr aufhören könnt, wenn ihr anfangt zu lachen. Los macht schon. Sieht doch höchstens die Uhr vom Mann im Mond !


Los, jetzt! Oder morgen Mitternacht? Warum warten? Irgendwo ist immer Mitternacht! Jeden Tag.

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